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Rathaus Bad Dürrheim

Rathaus Bad Dürrheim

Mit knapp 13.000 Einwohnern ist Bad Dürrheim nach Villingen-Schwenningen und Donaueschingen die drittgrößte Stadt im Schwarzwald-Baar-Kreis. Der Schwarzwald-Baar-Kreis bildet zusammen mit den Landkreisen Rottweil und Tuttlingen die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, eine von 3 Regionen des Regierungsbezirks Freiburg.

Im Jahr 889 wurde Bad Dürrheim erstmals urkundlich erwähnt, gehörte kurzzeitig zum Königreich Württemberg und ab 1806 zum Großherzogtum Baden.

Bad Dürrheim hat als Kurort drei Prädikate und das ist selten: Sole-Heilbad, heilklimatischer Kurort und Kneipp-Kurort.

Im Jahre 1822 wurde bei Probebohrungen ein unterirdisches Salzlager entdeckt. Die Sole mit einem Salzgehalt von 27 % wurde ab 1823 gefördert und in der Saline in großen Siedepfannen zu Speisesalz gesiedet. Seit 1883 wird die Sole für Badekuren genutzt (darum Solebad).1921 erhielt Dürrheim das Prädikat „Bad”. Bad Dürrheim ist mit 700 m ü. NN. das höchstgelegene Solebad Europas. Während die Salzgewinnung aus wirtschaftlichen Gründen inzwischen stillgelegt wurde, wird die Sole zu Heilzwecken nach wie vor verwendet.

Seit 1976 ist Bad Dürrheim auch Heilklimatischer Kurort. Dieses Prädikat ist ein Gütesiegel für Kurorte, deren Klima als Reiz- oder Schonklima therapeutisch wirksam ist. Bad Dürrheim liegt im Niederschlagsschatten des Schwarzwalds und in der Nähe des tiefsten Punktes der Baar. Sein Klima ist daher niederschlagsarm und kontinental mit großen Temperaturschwankungen im Tages- und Jahresverlauf. Einerseits führt dies zu überdurchschnittlich vielen Sonnenstunden, andererseits ist Nachtfrost auch im Sommer auf der Baar nicht ungewöhnlich. 

Das jüngste Prädikat Kneipp-Kurort wurde Bad Dürrheim im Jahre 2013 verliehen.

Die Narrenfiguren Salzhansel, Sieder und Salzgeist in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht knüpfen an die Historie der Salzgewinnung an. Der auf Initiative von Altzunftmeister Guido Rebholz entstandene Narrenschopf ist ein überregional bedeutsames Museum mit Sammlungen zur schwäbisch-alemannischen Fastnacht.

Zu Bad Dürrheim gehören die Ortsteile Hochemmingen, Ober- und Unterbaldingen, Öfingen, Biesingen und Sunthausen. Die bis dahin selbstständigen Gemeinden wurden im Rahmen der Gemeindegebietsreform von Baden-Württemberg 1971/2 eingemeindet.

In Bad Dürrheim sind über 1.300 Betriebe und Betriebsteile überregionaler Unternehmen ansässig. Einen Überblick finden Sie im Branchenbuch der städtischen Homepage. Ihre größte Konzentration befindet sich im Gewerbegebiet im Norden der Stadt. Größter Wirtschaftszweig ist der Gesundheits- und Tourismusbereich.

Größte Arbeitgeber sind daraus folgend die Stadt selbst mit ihrer Kur- und Bäder GmbH als 100-prozentiger Tochtergesellschaft, die Kliniken und Seniorenheime. Die nach 30 Betriebsjahren neu erbaute Filiale der Kaufland Handelshof GmbH & Co KG hat überregionale Bedeutung, wie man den Kfz-Kennzeichen auf dem großen Parkplatz entnehmen kann. Viele kommen auch aus der nahe gelegenen Schweiz. Die Bad Dürrheimer Mineralbrunnen GmbH & Co KG mit ihren Marken „Bad Dürrheimer” und „Wittmannsthaler” fördert mit ihrer weiten Verbreitung den Bekanntheitsgrad der Stadt.

Bad Dürrheim liegt an den wichtigen Bundesstraßen B 27 (Stuttgart-Schaffhausen/ Schweiz) und B 33 (Konstanz – Offenburg) und ist über das Autobahndreieck Bad-Dürrheim an der Bodenseeautobahn angeschlossen. Im öffentlichen Personennahverkehr gibt es die Buslinien 7280 zum Bahnhof Villingen und 7275 nach Schwenningen bzw. Donaueschingen. Über die Bahnhöfe Villingen und Donaueschingen sind mit der Schwarzwaldbahn Karlsruhe, Offenburg und Konstanz im Stundentakt gut zu erreichen. Mit der Höllentalbahn erreicht man stündlich Freiburg über die beliebten Schwarzwaldorte Hinterzarten und Titisee-Neustadt. Ein Umbau als S-Bahn-Strecke und damit eine Elektrifizierung wurde begonnen. Zweistündlich ist Ulm zu erreichen.

Quellen:

© 2018 Bad Dürrheim im Bild - Zahlen+Fakten von Alexander Reichert